Dieser Sieg gibt mir und dem ganzen Team Selbstvertrauen für die nächsten Tage. Bei 17 Kilometern, Regen, links, rechts - da kann viel passieren. Selbst wenn man von der Papierform der Favorit ist, kann man sich nie sicher sein. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Movistar so stark ist. Und auf der Strecke gab es auch zwei, drei heikle Momente, die den Rennausgang leicht in eine andere Richtung hätten lenken können.
Nach ein paar kalten Tagen zu Hause bin ich jetzt im Süden. Sechs Stunden Fahrt und schon ist die Wintertristesse vergessen. Naja, so halb jedenfalls. Es regnet nämlich ununterbrochen. Und leider soll es so bleiben. Gestern Abend hat mich mein Physiotherapeut Thomas Halbhuber mit dem Auto abgeholt. Normalerweise fliege ich zu den Rennen, aber bei dieser relativ kurzen Anreise wollte ich auf den Flug verzichten. Die Zeit ging auch so ganz gut rum. Zu erzählen gibt es ja genug.
Mit diesem Schmuckstück kann sich jeder ein bisschen fühlen wie ein Zeitfahr-Weltmeister. Ab sofort gibt es meinen Weltmeister-Schuh von SIDI, der zuvor extra für mich angefertigt wurde, in einer Limited Edition. Verpackt ist das gute Stück in einem Karton mit Weltmeister-Streifen und einem Schuhsack, auf den ein Foto von mir beim Zeitfahren aufgedruckt ist.
Kurzfristig habe ich mein Rennprogramm noch einmal umgestellt und verzichte auf Paris-Nizza. Dafür fahre ich zum ersten Mal Tirreno-Adriatico (ab 6. März). Ich freue mich auf meine Premiere. Bei zwei Zeitfahren, eins davon ist ein Mannschaftszeitfahren, kann ich meine Stärken besser ausspielen als bei Paris-Nizza, wo ein Bergzeitfahren im Programm steht.
Was für eine Erleichterung. Der erste Saisonsieg und dann noch so früh im Jahr tut wirklich gut. Im Abschlusszeitfahren lief heute alles perfekt. Wie erwartet und wie ich bereits geschrieben hatte, zeigte sich nach etwa 25 Kilometern was ich derzeit wirklich in den Beinen habe. Ehrlich gesagt hatte ich schon mit einem leichten Knickfuß zu kämpfen und musste mich dann die letzten zehn Kilometer ins Ziel kämpfen.